E weng schaffe goh – üs Langewil (1)

Jetz bin ich bal e Johr in Rente. Ich hab schu zimlig vil deheim ufgschafft kriägt, säll möeß mer schu sage, aber so langsam wird s e weng langwilig.

Wenn ich ehrlig bin, nit nur e weng, s isch mer  eso langwilig, dass ich manchmol spaziere gang, dusse in de Natur, un langwilige Fotos mach, eifach eso in de Gegend rumknips.

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Un deheim isch s einzig, was mi no wirklig druckt, de Keller. Aber dert trau ich mich eifach nit ni, wil des e gfährligi Sach isch. Mi Mann isch Stapelkünschtler un e göede Kopf greßer wiä ich. Also wänn dr dich im Keller bewegsch, kanns passiäre, dass dr Zeltstange üs de spote Siebziger uf de Kopf fliäge. Nur d Stange! S Zelt gits nimmi, aber mer kennt d Stange jo mol fir ebbis anders brüche, meint mi Mann. Ich gang nimmi zelte, mit alte oder neije Stange oder ohni. Des isch rum, uf alle viäre nachts üsem Zelt groble un mit de Daschelampe zum Klohiisli schlurbe, wu Millione vu Nachtfalter rumschwirre. Des will ich eifach nimmi – baschta.

Jetz aber zruck zöem Schaffe, so e glai wenig halt, wär schu nit schlecht. Deswäge löeg ich siter Nejschdem in de Zitung immer eweng in de Rubrik „Nebenbeschäftigung“ rum. S git halt fascht nur Angebote firs Putze, säll döe ich deheim gnöeg. Oder halt Gaschtronomie, aber des isch nix fir mich. Wu ich jung gsi bin, hab ich emol uf em Dorfhock bediänt. Des isch ei einzige Albtraum gsi. Ich hab mer d Gsichter zöe de Bstellunge ums Verrecke nit merke kenne. Am End hab ich mer d Pulloverfarb zöe de Bstellung ufgschribe. De Obend isch rumgange, aber ich hab mer gsait: Des isch s erscht un s letzscht Mol gsi. Un do isch s au debi bliibe.

Aber ich kennt jo au ebbis Ehreamtlichs mache, do wird schints au immer gsöecht, obwohl ich des küm glaube kann, so vili wu sich engagiere un iibringe (e saubleede Üsdruck). Egal wer dr frogsch, diä hän alli e Flichtlingsfamilie an Wihnächte deheim gha. Des sotte mir au emol probiäre, deno miäßte mer uns zämme risse un däte nit wäge jedem Schissdreck stritte: Wägm Esse – Fleisch oder keins, wägm Chrischtbaum – glai un dick oder groß un schlank, bunte Chrischtbaumkugle oder liäber Ton in Ton (des hab ich jo gäärn) un solle mer vor oder noch de Bescherung esse? Do gits Strittpotential, des kann ich eijch sage. Un Wihnächte isch jo schu bal, s grüüst mer grad.

Aber jetz kimmer ich mich um mi zweiti beröefligi Laufbahn un löeg in d Zitung un au emol im Internet rum.

Also, wänn ich ebbis find, wäre ners bal erfahre.

Adjee mitenand
sait s Rénate

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2 Antworten zu E weng schaffe goh – üs Langewil (1)

  1. s'Irmis schreibt:

    Dag Rénate,
    diä Sorge weä dü hab ich noch nit. Ich bin immer noch am Schaffe, aber unser Keller isch äu voll un sott ämol üsgmischdet wäre, aber do dezöä hab ich halt noch kei Zit. (Un wänn ich in Rände bin, wahrschinlich äu nit) Wumeglich fahre bi uns äu noch Zeltschdange rum, aber mit Zelt, will mi Mann noch zelte goht, mit em Rad. Des mach ich äu nimmi. Am Morge kumm ich nit uff un bim Räge im Zweimannzelt im Hogge zum Morgeässe süüre Schbrudel nabwirge – nai.
    Aber dü kenntsch doch üs diene Fotos ebbis mache, deä sinn jo wirglich scheen! Mach doch ämol ä Üsschdellung! Wu di Mann Koch isch, kennt er jo so nätti kleini Breedli mache zöä de Wernisasch. Weisch was? Mi Bröäder isch Fotograf, der kennt ich ämol froge, ob er Konnekschens het. Was meinsch?
    Machs göät un mach der nit so voel Arwet uff Winachte, s‘ dankt der keiner.
    S’Irmis

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    • renatesblogweb schreibt:

      Göete Morge Irmis,
      des beröehigt mich aber, dass anderi au volli Keller hän, wu üsgmischtet ghäärt sotte. Villicht schlag ich minem Mann au emol vor, ellai zelte z goh. No derf er sich au e neijs Zelt kaufe. Aber Wihnachte stoht jo vor de Diire, ich schenk em eifach eins!
      Un des mit de Üsstellung isch e göet gmeints Angebot, aber ich löeg jetz erscht emol, ob ich nit doch e kleini Arbet find, bevor ich unter d Künschtler gang. Dert isch d Konkurrenz nämlig groß, grad bi de Fotografe.
      Jo, un mi Mann un Bredli mache, do isch er nit so de Richtig defir, ender fir so deftigi Sache, wiä Gulasch, Brootis un Fleischkuechli – de sin wirklig fein.

      Also dir au schu emol scheeni Fiirtig!

      Rénate

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