E weng schaffe goh – soll i oder nit?(4)

Endlig hän si mer Bscheid gäh wäge de Arbet. S het sich e weng rüszegeret, wil dert viili krank gsi sin un si bal nimmi rum kumme sin. Zur Zit sin viili krank, säll isch wohr. Mi Mann het au de Räxer un isch deheim. Er lit aber leider nit im Bett, wu Kranki highäre, sondern im Wohnzimmer uf em Sofa un ärgeret sich ibers Fernsehprogramm. Des isch bigott nit scheen, s Fernsehprogramm nit un e kranke unzfridene Mann deheim au nit.

Jetz aber wider zum Schaffe. Si hän mer mitteilt, dass si sich freje däte, wänn ich bal zum Team ghäre dät. Ich hab sofort zöegsait un abotte, dass ich gli am negschte Tag kumme kennt. Mi Mann wird au ohni mich gsund, hoffentlig bal.

Un am letschte Dunschtig  isch also schu mi erschte offizielle Arbeitstag gsi un ich hab eweng ebbis zum Iistand mitbringe welle. Selbstverständlig hab ich mich erkundigt, wiäviel Vegetarierer un Veganer dasses git un ob ebber mit e Gläsli Sekt trinke dät. Un natirlig hab ich au wäge Lebensmittelunverträglichkeite nochgfrogt. Ich will jo nit, dass einer wäge ne paar Erdnissli üs de Latsche kippt. Erstaunligerwis hets nur zwei Vegetarier gäh un kei einzige Veganer. Do bin ich aber froh gsi!

Ich hab mich fir Knabberzigs un klassischi Canapés entschide, mit Lachscreme, Schwarzwälder Schinkewirfili (sunscht het mer bim erschte Bisse immer gli diä ganz Schibe im Mund und mer möes de Rescht vum Brot ohni Belag esse), Obatzda un Eiersalat. Lütter so Sache, wu göet uf em Brot hebe.

Diä vier Flasche Sekt hän bi knapp zeh Lit grad so glangt. E paar Kolleginne hän sich zöe dem Aalaß sogar eweng rüsbutzt, so hets de Aaschiin gha. Oder si häns halt versöecht. Vier Fraue hän Röck iber de Hose aagha. Des het mer jetz schints. Also entweder hab ich Luscht dezöe, e Rock azzeäge, grad im Summer, des isch luftiger oder s isch mer noch ere Hose. Aber dass ich mich nit entscheide kann un deswäge beides iberenander aazäeg, des isch mer jetz no niä passiärt. Abgsähne dodevu siehts au bschisse üs un küm e Frau kann sich s vu de Figür her leischte. Des isch jetz mi Meinung. Andere schints z gfalle.

Aber s isch e scheene Aafang gsi. S isch alles g’esse wore. D Vegetarier hab ich aber nit üsmache kenne. S git jo au Flexitarier.

Am Schluss hän si mer noch s „Dü“ abotte. Des isch mer eigentlig wurscht, „dü“ oder „Sie“, Hauptsach mer goht reschpektvoll mitenander um.

Nur mit minem Vorname hän si e kleins Problem gha. Ob si René zöe mir sage derfe. Si hän gheert, wiä ich mit eme Flichtling franzesisch gschwätzt hab. S het sich zimlig franzesisch agheert. Un deno hän si denkt, René dät doch au zöe mer passe. Ich hab gsait, dass des schu räächt isch, aber eigentlig hab ich gli an der Lade in Friburg denkt, wu schu sit ewige Zitte mit em Slogan „René, Mode für großartige Frauen“ wirbt. Also fir alli wu der Lade nit kenne: dert gits Walküregwänder, salopp üsdruckt. Egal, ich hab s gschluckt. Zweimol diä Wuch bin ich jetz halt d „René“ un nit s Rénate, de Accent eimol vorne und eimol hinte.

Un bi de negschte Glegeheit frog ich d Mama, wurum si mich nit Solveig, Dörte oder Frauke gnennt het.

Mer kann au diä ganz Schtory lääse: E weng schaffe goh – üs Langewil (1)E weng schaffe goh – löege mer mol (2)E weng schaffe goh – Entscheidungsphase (3)

Adjee mitenand
sait s Rénate

Dieser Beitrag wurde unter die liäb Familie, Säll un des, Schaffe abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s