E schlipfrigi Gschicht zöem neje Johr

Diä schlipfrig Gschicht zöem Ahorche

Work-Life-Balance, nur was machsch, wänn der nimmi schaffsch, nur noch s pralle Rentnerläbe hesch, der möesch e Balance finde zwische dämm was der möesch un des isch nimmi vil un dämm, was der willsch. Un do kunnt de eind oder ander eweng ins schlingere.

S isch im Herbscht gsi, im wunderbare Herbscht, wu mer disjohr gha hän. Ei Dag  scheener wiä de ander, aber am End vu de Wuch het solle Schluss si demit.

Deswäge sott mer noch emol in Hechi goh, in de Schwarzwald, sich noch emol an däne scheene Farbe satt sähne un eweng umenader dappe.

 Also hab ich amme scheene Zischdig Nomittag der Herbscht d Wandervegel gfrogt (Bekannti vu uns, wu au siter eme Wili in Rente sin), ob si nit Luscht hätte, spontan am negschte Dag, also am Mittwuch, eweng nuff z fahre, ohni mi Mann, wil der het jo miäße schaffe.

Des giäng gar nit, wil si am Mittwuch immer Wesch wäsche. Ob mer des denn nit uf de Dunschtig verlege kennt? hab ich gmeint. Nai. Des goht nit. Un deno hab ich erfahre derfe, wurum des nit goht.

Si wäsche all vierzeh Dag am Mittwuch d Wesch. Des gheert zöe neme ganz üsklügelte Syschtem. Sitter d Burschd d drecckig Wesch nimmi heimbringe, kriäge si d sibe-Kilo-Maschin nimmi so schnell voll. Un dass si in de Rente nit in de Schludrian ni groote, hän si s Läbe dodenoch strukturiert, was halt im Läbe eso astoht, dodezö gheert Iikaufe, zöem Dokter goh, butze Wesch wäsche un zwar alli  vierzeh Dag in de ungrade Kalenderwuch. Beidi hän jetz sechzeh Unterhose. Si sin uf wißi Unterhose umgstige, ebbe, dass si d Maschin vollkriäge, also vierzeh plus zwei fir de Notfall, also wenn emol ebbis denäbe goht oder d Wesch nit trucke wäre will. So e Notfall hän si nämlig schu emol gha, dass es uf diä schu fascht trucke Wesch drufgrägnet het, wil si furtgange sin. Jetzt gehn si am Wäschdag  nimmi furt. Diä erscht Maschin wird am halber achti am Morge ob döe. Si stehn jeder Morge am halber achti uf, Tagestruktur isch wichtig, au als Rentner. Diä wiß Wesch goht deno dreidreiviertel Stund, nit dreimol e dreiviertel Stund, sondern drei Stunde un fimfevierzig Minüte, Ökowaschgang mit extralangem Iiweiche in de Dreckbriähji. Diä Maschin isch deno am viertelzwelfi fertig un isch bis am zwelfi ufghängt. Des goht nämlig e Wili bis der alles ufghängt hesch. Mit achtezwanzig Unterhose kriägsch nämlig noch kei Maschin voll, deswäge sin si au sockemäßig uf wiß umgstige. Ich hab als schu emol denkt, „Des siht bigott bschisse üs, diä wiße Socke zöe de sempfgäle Dreiviertelwanderhose. Ich hab mich nit träut z froge, wurum si jetz immer wißi Socke ahän, ich hab halt vermöetet, dass sie Föeßpilz hän un d Socke koche miän. Abernai, Schwesternsöcken fir si un Arztsocken fir de Mann.Des ich wider emol e typischi Rolleverteilung. Aber dodrum gohts jetz nit. Vu de Socke hän si aber nur e Puffer vu einem Päärli, wil bi de Fiäß jo nit denäbe goh kann un s diä Socke im ginschtige Dreierpack gäh het un deno hebs am Black Friday au no zwanzig Prozent Rabatt gäh. Superschnäppchen white socks on black Friday kennt mer sage. Jetz simmer aber bim Ufhänge. Si miän jetz also achtezwanzig, im schlimmschte Fall drißig Unterhose ufhänge. Dodezöe kumme sechsefuffzig Medizinersocke. Des isch bigott e Hüffe Gschäft, deswäge mache si des zämme. De Mann schittelt d Wesch üs un d Frau hängt si uf. Punkt zwelfi gits Mittagesse. Jetz möeß mer sich diä Kataschtoph emol vorstelle. Im schlimmschte Fall drißig Unterhose, jedi mit zwei Klämmerli ufghängt, sechsefuffzig Socke dezöe, alles wider abhänge, nomol schleudere un wider ufhänge un des nooch em Mittagesse, wu si si sich doch immer eweng nalilege, natirlig erscht wenn d Kuchi tiptop in Ordnung brocht wore isch.

Ich hab d Problematik erkenne kenne un vollschtes Verständnis zeigt un gsait, dass ich ene zöem negschte Geburtstag, jedem zwei Unterhose schenke dät, fir de Extremfall, wißi natirlig.

Des brücht ich nit, si hän nämlig noch e baar farbigi Unterhose vu frejer ufghebt, fir bsunderi Aläß un Glägeheite un so ei-zweiditig d Augebraue glupft. Nai, nit au des noch, keini erotischi Wandervegelgschichte.

Ich möeß jetz ganz gschwind wu na, sunscht gits e Malheur ischs me in minere Verzwiflung nüsplatzd. Do hän si vollschtes Verständnis gha.

Adjee mitenand

saits Rénate

4 Kommentare zu „E schlipfrigi Gschicht zöem neje Johr“

  1. Tja we sait mer do, jeder soll nach sinnere Fasson selig were.
    Nach 10 Moned Rentnerlebe, gefallt mir au de Schlendrian. Was aber nit heisst, dass i jede Tag bis am zehni im Pischama rumgungle mues. Grad jetz im Winter, ischs doch agnehm, sich wenn’s am Morge noch so mungelig isch, im Bett grad noch emol rumzdrille un s Deckbett iber d‘ Ohre zege.

    Wäsche dö ich, wenns nedig isch, manchmal döts au e kurze Wäschgang (Mangels Masse).

    D Mändig isch bi mir de Dag, wu so gued we immer verplant isch.

    Ikaufe gang i au nur wenn’s netig isch oder wenn’s irgendwo ebbis im Angebot git, wu mi Herz begehrt. So we geschdern, do bin i sogar schu am 3/4 achti unterwegs gsi, des war scheen im faschd leere Subbermarkt .

    Im Summer isch aber alles anderschd …… d freje Vogel fangt nämlig de Wurm …..

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    1. S isch jo scheen, dass nit alli ins ei oder ander Extrem fliäge. Ich finds au nit schlimm, wämmer bis am zehni im Schlofanzug rumschlurbt, s kunnt halt uf de Schlofanzug a. Glickligerwis gits hitzedag nimmi diä gsteppe Morgemäntel, sälli Nylonmonschter.
      Machs göet un vil Vergniäge bim Rumpfüdle.
      Rénate

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  2. Salli Rénate, do hesch aber ebbis gschriebe vu däne Rentner mit ihre Unterhose! Heijeijei! Des macht mar jo fascht Angscht. Weisch, ich bin ab em Frehjohr äu Rentneri un jetz hoff ich halt, dass mar des nit äu eso goht weä däne Wandervegel. Was d’Farb vu mine Unterhose agoht, do hab ich keini Bedenke, will mi Schweschter schenkt mar immer wieder farbigi Unterhose, villicht will si eifach vorbeuge … Un mi Mann käuft sini Unterrhose selber, aber ich sag nit, in was firere Farb! Aber bim Uffhänge möäss halt schu ä Ordnung si. Was solle sunscht d’Nochbare denke, wenn alles Kriz un Quer uff’m Weschschtänder durchenander hängt!
    Mi Mann isch jo schu sit ä paar Johr in Rente, deno wird’s schu nit so schlimm wäre mit dere Tagesschruktur. Mir sin so eweng Schludrian schu gwehnt. No hoff ich fir dich, dass dü noch ä paar schpontaneri Bekannte hesch, wu ihri Unterhose äu emol aneme andere Tag wäsche kenne, wenn d’Sunne scheen schient!
    Allwiel ä göäti Zit winscht dir s’Irmis

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    1. Göete n Owe Irmis,
      ich hab glickligerwis nit nur so fadegradi Bekannti. Un des Problem mit em Wesch ufhänge hab ich au nit. Ich häng dinne uf un wenn ich kei Luscht dezöe hab, wirf ich d Wesch eifach in de Truckner. Deno het mer s Fäderläsis mit de Socke halt hinterher, wämmer nit eso konsequent glichi käuft wiä d Wandervegel.
      Also machs göet un frej dich uf d Rente.
      Rénate

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