Doch ebbis Positivs

Mir hän e neje Burgermeischter z Friburg. Hoppla, jetz wird s Rénate noch politisch denkt jetz villicht de eind oder ander. Des ischs aber schu gsi an politischem Statement. Ich hab halt eifach nit immer nur schelte un joomere welle, deswäge hab ich des Wahlergebnis zöem Aalaß gnumme, eweng üs de Bruddliecke rüszkumme un endlig mol e positive Beitrag z schribe.

Wiäs zöe dem Wechsel het kumme kenne, dodriber isch jo bal jeder Daag in de Zittung gschriwe wore, do isch mer bal gar nimmi drüs kumme. Was ich halt schu gheert hab, isch,  dass de Salomon e rächte Giftmichel sii kann un dass er ordentlig üsteile kennt, so het mer sich verzellt, des hän si gsait, ob do ebbis Wohrs dra isch, säll  weiß ich natirlig nit. D Lit schwätze jo viil wiä de Daag lang isch.
Aber jetz ischs halt rum fir en. So richtig het mer  zwar nit demit grechnet. D Lit nit un er sälwer au nit, aber s isch wiäs isch. S goht em jetz eso, wiä mir vor zwei Johr. Mit knapp achtefuffzig in Rente. „Weisch, Dieter, so schlimm isch des nit. S brücht e Zit, bis der dich dra gwehnt hesch, e Hüffe Zit z ha. Aber villicht fangsch erscht emol aa, de Keller ufzrüme, groß gnöeg bisch, dü brüchsch  jo kei Angscht ha wiä ich, dass der ebbis uf de Kopf kait.“ – S Rénate isch in Rente – Des dät ich em sage, wänn er mich froge dät, wiäs wider goh soll.

Un wänns em doch z langwilig wird un em Decki uf de Kopf fliägt, soll ers mache wiä ich un sich e Minijob söeche. Villicht kann er jo bim neje Burgermeischter als Berater aafange, dass dem ebber zeigt wiä mer des Amt meischteret. Iber d Unterstitzung vuneme erfahrene „Kolleg“ frejt der sich bstimmt. Wämmer vuneme durchschnittlige Beraterlohn vu ungfähr hundertfuffzig Euro in de Stund üsgoht, möeß er grad emol drei Stund im Monet schaffe. Do macht er sich nit naß.

Des isch mer halt eso durch de Kopf gange. Ganz scheen positiv un konschtrutiv, nit wohr?

Adjee mitenand

saits Rénate

Ebbis Positivs?

Ich hab jo versproche, dass ich s negscht mol, also dismol ebbis Positivs verzell. S isch mer aber nit iigfalle. Deswäge hab ich mich ufs Fahrrädli ghockt un bin eweng umenander gurkt. Villicht fallt mer jo bim strample ebbis ii. Nix, eifach nix isch mer iigfalle. De Buckl het mer wehdöeh, d Mucke sin mer in Äuge gfloge un d Jogger, an däne ich vorbeigfahre bin, hän nooch selte gwäschte Funktionstextilie g‘roche. Meischtens halt ich als schu vorher d Luft aa, aber dismol bin ich wäge de Mucke aglenkt gsi. Also, des isch nit diä bassend Inspiration fir e positivi Gschicht.

Iigfalle isch mer halt leider nit, aber ufgfalle. Nämlig diä griän Hölle vu Wald un des Vogelgezwitscher in d Baim.

Meh Positivs gits hit nit. So ischs. Ich kanns nit hebe.

Adjee mitenand

saits Rénate

 

So sihts üs

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S isch eklig un ich heer jetz au demit uf, ehrlig, aber des hab ich doch noch zeige welle.

„Trilogie von Hundehaufen, im Plastikmantel an Treppengeländer.“

Heert sich doch besser aa, wiä “ vollgschissini Plaschtikgugele uf de Brucke“.

Adjee mitenand

saits Rénate

. . . s negscht mol gits ebbis Positivs vu mir, also wämmer ebbis ifallt.

 

 

Einmal Tante – immer Tante

Emol e Alternativi zöe de Alemannisch Bühne. Wänn s nur nit eso wit wäg wär . . . Ich kennt ene au ebbis verzelle, aber „chratze“ döe ich halt nit.

Neues aus dem Markgräflerland

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Die Markgräfler Lachbühne hat mit ihrem neuen Stück „Einmal Tante – immer Tante“ einen Volltreffer gelandet. Der Name Lachbühne ist Programm und so blieb auch bei dem, von Peter Steinbeck ins Alemannische übertragenen, Schwank in drei Akten kein Auge trocken. Steinbeck hat das Stück aus der Feder von Lukas Geiger zudem angepasst und den Akteuren auf den Leib geschrieben.

Hier ein paar fotografische Impressionen von der Premiere im „Schwarzen Ärmel“ in Neuenburg.

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https://flic.kr/p/23CCbTW

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Mehr Fotos im Flickr-Album: Einmal Tante – immer Tante

Weitere Aufführungstermine:

Wer’s verpasst hat, hat noch zweimal Gelegenheit das Stück „Einmal Tante – immer Tante“ zu sehen: Am kommenden Freitag, 27. April, ist die Markgräfler Lachbühne bei den Blansinger Landfrauen zu Gast und tritt um 20 Uhr in der Wolferhalle Blansingen auf. Und am Samstag, 28. April, 20 Uhr wird das Stück in Steinenstadt in der Baselstabhalle gezeigt. Die Karten kosten zehn Euro.

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Z Friburg in de Stadt . . . wider gohts

– wiä immer kammer de Beitrag au ahorche, d Tondatei isch ganz unte –

Au des möeß emol gsait si.

D Stadt het sich jo rüsbutzt, so heißts als. Des siht mer schu, am Afang uf jeder Fall.

Un endlig kammer wider mit em Rad fahre, ohni dass einem alles ifriärt. Also wu ich am Fritig morge uf de Münschtermerkt gfahre bin, an de Dreisam lang, simmer so gäli Flecke ufgfalle. D Sunne het mi zimlig blendet un deswäge hab ich nit gli erkenne kenne, was des isch. Ob si emend am Rain jetz au schu Oschterglocke apflanz hän? Aber wurum nur einzilni un nit so scheen vili wiä uf de Mitti vu de große Stroße. Es sin leider keini Blöeme gsi, sondern lütter vollgschissini Hundetütli.

D Hundebesitzer hän jo fascht immer diä gäle Tütli debi, meischtens an d Leine bunde. Mich erinnert des immer an e Dracheschwanz, so het mer doch frejer diä bunte Bapierfächerli an de Dracheschwanz abunde. Uf jeder Fall hän d Hundebesitzer uf diä Art immer gli e Tütli parat, wenn de Hund si Gschäftli macht un des kunnt deno do ni. So wit hab ich des kapiärt.
Dann wird des alles göet zöebunde un ab in d Hecke demit oder ufs Trottwar. So maches schins alli. Also hab ich mich gfrogt, ob des eso korrekt isch un hab mich gfrogt, was uf däne Tütli stoht, ob do villicht so ebbis drufstoht, wiä:

Liebe Hundebesitzer,

wir bitten Sie, die Hinterlassenschaften Ihres Hundes in die gelben Tüten zu füllen und fest zuzuknoten. Bitte platzieren Sie die gefüllten Tüten gut sichtbar, beispielsweise am Straßenrand oder in Sichthöhe in der Randbepflanzung der Gehwege. Wir entsorgen diese gerne für Sie.
Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Freude mit Ihrem vierbeinigen Freund.

Die Mitarbeiter der Stadtreinigung bedanken sich

Schliäßlig zahle s Frauchen un s Herrchen jo Hundestiir. Do kennt mer so e Service eigentlig schu erwarte. Ob so ebbis uf de Tütli drufstoht, hab ich nit rüsgfunde, s het mich ehrlig gsait z arg g’ekelt so e Tütli gnauer z’untersöeche.

Un wiäs de Deifel welle het, hab ich in de Stadt e Mitarbeiter vu de Stadtreinigung gsähne, wiä er grad e prall gfillti Tüte ufgläse het. Des möeß e Hüffe vunere Bulldogge oder vum e Dobermann gsi si. Ich hab der Mann direkt agschwätzt un gfrogt, ob ich mit minere Vermöetung richtig lig, dass mer de Schißhüffe zwar ipacke soll, aber deno de eigentlig Uftrag vum Hundebesitzer erledigt isch. Des isch nit eso, het mich der Mann ufklärt, aber s mache mittlerwil fascht alli so un Friburg sei halt zimlig liberal, het er gmeint. Des het er zimlig diplomatisch üsdruckt, find ich.

Adjee mitenand

sait s Rénate

 

 

Z Friburg in de Stadt . . .

Do hab ich nur druf gwartet. Diä Wuch schlag ich d Zittung uf un si häns wider emol vu de Stadtbutzede gha. Des verfolg ich schu e Wiili un jetz möeß es rüs, sunscht verrißts mi noch.

Jedes Johr diä glich Gschicht. Engaschierti Bürger un Schöelklasse dappe umenander un hole kubikmeterwis Dreck un Abfall üs de Bisch un Bäch. Deno macht de Reporter noch e Foto: Schiäler un Göetmensche, mit de sponsorte oraschfarbige Kappe uf em Kopf, löege frehlig in d Kamera un mach ei Sack am andere mit e Hüffe Gfrääs, wu umenander lit, voll. Hei, möeß des Spaß mache, de Dreck vu andere ufzläse. Des isch in minene Auge s Dimmscht, was mer mache kann. Wurum verfahrt mer do nit eifach nooch em Verursacherprinzip? Wer ebbis uf de Bode wirft, möeß es ufhebe – eigentlig klar – un wer sich nit do dra haltet un verwitscht wird, möeß bleche oder derf zöeneme Art „Workshop“ mit Fachkollege, wu des beröeflich mache, nämlig emol e Wiili bi de Stadtreinigung mitschaffe.
Zöem Verursacherprinzip het sich nejlig ebber in de Presse (ich will jetz keini Nämme sage) g’äußeret. Des het der/diejenigi aber ganz anderschd verstande – s Verursacherprinzip. D Verursacher vu de dreckige Stadt sin nit diä Lit, däne de Abfall üs Versähne rabkait. Na nai, do möeß mer schu eweng um d Ecki denke kenne. D Verursacher sin diä Händler, wu ihri Ware in Verpackunge verkaufe. Also de Beck zöem Beispil. Der verkauft sini Weckli in Guggele. Jetz kanns schu emol bassiäre, dass der s Weggli gli ißisch, wil der e mords Kohldampf hesch un deno? Wuhi mit de Guggele, wenn si leer isch? De negscht Abfalleimer isch ei oder zwei Meter wit wäg. Isch jo klar, dass d Lit s Papierli un d Guggele rabkaie leen.

e wite Wäg

 

„Z‘ Friburg in de Stadt, sufer isch’s un glatt.“ So wiäs de Johann Peter Hebel emol dichtet het, ischs uf de Wäge vu de Stadtreinigung gstande. Der Spruch isch verschwunde, wurum wohl?

Zöe dem Thema fallt mer noch e Liäd ii. Eins wu’s au um dreckigi Gschichte gange isch, s isch um de ehemalig Präsident George Bush gange: „Dear Mr. President, take a walk with me“ het d Pink gsunge. „Liäber Herr Burgermeischter, gehmer mol e Stickli mitenander durch d Stadt?“ kennt doch au basse.

Sin froh, dass ich nit singe kann, sunscht dät ich am End des Liäd noch umschribe.

Adjee mitenand

sait s Rénate

 

Nix goht meh

S isch schtill wore in letschter Zit im Blog. Z verzelle gits noch gnöeg, aber s isch ebbis ganz arg Schlimms bassiärt. Mi Laptop het de Geischt ufgäh, üs heiterem Himmel, eifach eso. Kei Internet, keini E-Mails, keini Fotos, keini Texte, keini Tön. Alles uf de Feschtplatte. E Sicherung gits schu, aber schwätz mol mit ere externe Feschtplatte . . .  „Feschtplatte, dü weisch doch alles . . .“ Deswäge gits jetz nur e glaine Zwischenochricht, ohni Ton. Der gits e ander Mol.

Bisher hab ich denkt, dass s Schlimmscht was einem im Hüshalt bassiäre kann, isch, dass d Spülmaschin oder d Weschmaschine kabütt goht.

Ich weiß noch, wiäs gsi isch. Mir sin üsem Campingurlaub kumme, s isch schu e Wiili her,  mindeschtens fuffzeh Johr. Unser alt un dreckig Golf bis obehi vollgstopft. Wenn der de Deckel ufgmacht hesch, isch alles rüsgrugeltet: Hering mit Dreckschibel dra,  nassi Handtiächer, e Kinderrucksäckli mit einzelne Memorykärtli, e vollkotzt Kuscheltiärli un so wider. Wenn der des ganz Glumbs üsgrümt gha hesch,  ischs ans Wesch sortiäre gange. Diä ganz Wohnung voller Dreckweschhüffe. Nooch der erschte Ladung het d  Maschin schlapp gmacht un zwar bim Iiweiche, nit nooch em erschte Mol Scheudere, des wär jo noch gange.  D Diire hab  ich irgendwänn ufkriägt, leider ischs Abbumpe nimmi gange un s het e mords Wetti gäh. Wu ich diä ufbutzt gha hab, bin ich mit minem Korb voller bätschnasser Wesch zöe de Nochbere. E Tropfspur hab ich hinter mir herzooge. Ich hab jo kei Zuber gha, sondern e Korb mit Lecher. Do hab ich an diä Fraue denke miäße, wu frejer am Fluß  d Wesch gwäscht hän. Bis anne niinzehhundertsibenesechzig het mer des an de Elz gsähne. Diä Fraue hän kei Fitnessstudio brücht, Kraft und Üsdür isch bim Wesch wäsche träniärt wore.

Mir sin bal e Wuch lang um d Weschhüffe rumgloffe, so lang ischs gange, bis diä nej Maschin gliferet wore isch. Wenn ich noch in de Schöel gsi wär, hätt ich kenne e Ufsatz driber schribe: „Mein schönstes Ferienerlebnis“.

Adjee mitenand

saits Rénate

Ich hoff, dass es diä negscht Wuch wider goh kann im Blog. Löege mer mol.