Ebbis Positivs?

Ich hab jo versproche, dass ich s negscht mol, also dismol ebbis Positivs verzell. S isch mer aber nit iigfalle. Deswäge hab ich mich ufs Fahrrädli ghockt un bin eweng umenander gurkt. Villicht fallt mer jo bim strample ebbis ii. Nix, eifach nix isch mer iigfalle. De Buckl het mer wehdöeh, d Mucke sin mer in Äuge gfloge un d Jogger, an däne ich vorbeigfahre bin, hän nooch selte gwäschte Funktionstextilie g‘roche. Meischtens halt ich als schu vorher d Luft aa, aber dismol bin ich wäge de Mucke aglenkt gsi. Also, des isch nit diä bassend Inspiration fir e positivi Gschicht.

Iigfalle isch mer halt leider nit, aber ufgfalle. Nämlig diä griän Hölle vu Wald un des Vogelgezwitscher in d Baim.

Meh Positivs gits hit nit. So ischs. Ich kanns nit hebe.

Adjee mitenand

saits Rénate

 

So sihts üs

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S isch eklig un ich heer jetz au demit uf, ehrlig, aber des hab ich doch noch zeige welle.

„Trilogie von Hundehaufen, im Plastikmantel an Treppengeländer.“

Heert sich doch besser aa, wiä “ vollgschissini Plaschtikgugele uf de Brucke“.

Adjee mitenand

saits Rénate

. . . s negscht mol gits ebbis Positivs vu mir, also wämmer ebbis ifallt.

 

 

Einmal Tante – immer Tante

Emol e Alternativi zöe de Alemannisch Bühne. Wänn s nur nit eso wit wäg wär . . . Ich kennt ene au ebbis verzelle, aber „chratze“ döe ich halt nit.

Neues aus dem Markgräflerland

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Die Markgräfler Lachbühne hat mit ihrem neuen Stück „Einmal Tante – immer Tante“ einen Volltreffer gelandet. Der Name Lachbühne ist Programm und so blieb auch bei dem, von Peter Steinbeck ins Alemannische übertragenen, Schwank in drei Akten kein Auge trocken. Steinbeck hat das Stück aus der Feder von Lukas Geiger zudem angepasst und den Akteuren auf den Leib geschrieben.

Hier ein paar fotografische Impressionen von der Premiere im „Schwarzen Ärmel“ in Neuenburg.

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https://flic.kr/p/23CCbTW

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Mehr Fotos im Flickr-Album: Einmal Tante – immer Tante

Weitere Aufführungstermine:

Wer’s verpasst hat, hat noch zweimal Gelegenheit das Stück „Einmal Tante – immer Tante“ zu sehen: Am kommenden Freitag, 27. April, ist die Markgräfler Lachbühne bei den Blansinger Landfrauen zu Gast und tritt um 20 Uhr in der Wolferhalle Blansingen auf. Und am Samstag, 28. April, 20 Uhr wird das Stück in Steinenstadt in der Baselstabhalle gezeigt. Die Karten kosten zehn Euro.

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Z Friburg in de Stadt . . . wider gohts

– wiä immer kammer de Beitrag au ahorche, d Tondatei isch ganz unte –

Au des möeß emol gsait si.

D Stadt het sich jo rüsbutzt, so heißts als. Des siht mer schu, am Afang uf jeder Fall.

Un endlig kammer wider mit em Rad fahre, ohni dass einem alles ifriärt. Also wu ich am Fritig morge uf de Münschtermerkt gfahre bin, an de Dreisam lang, simmer so gäli Flecke ufgfalle. D Sunne het mi zimlig blendet un deswäge hab ich nit gli erkenne kenne, was des isch. Ob si emend am Rain jetz au schu Oschterglocke apflanz hän? Aber wurum nur einzilni un nit so scheen vili wiä uf de Mitti vu de große Stroße. Es sin leider keini Blöeme gsi, sondern lütter vollgschissini Hundetütli.

D Hundebesitzer hän jo fascht immer diä gäle Tütli debi, meischtens an d Leine bunde. Mich erinnert des immer an e Dracheschwanz, so het mer doch frejer diä bunte Bapierfächerli an de Dracheschwanz abunde. Uf jeder Fall hän d Hundebesitzer uf diä Art immer gli e Tütli parat, wenn de Hund si Gschäftli macht un des kunnt deno do ni. So wit hab ich des kapiärt.
Dann wird des alles göet zöebunde un ab in d Hecke demit oder ufs Trottwar. So maches schins alli. Also hab ich mich gfrogt, ob des eso korrekt isch un hab mich gfrogt, was uf däne Tütli stoht, ob do villicht so ebbis drufstoht, wiä:

Liebe Hundebesitzer,

wir bitten Sie, die Hinterlassenschaften Ihres Hundes in die gelben Tüten zu füllen und fest zuzuknoten. Bitte platzieren Sie die gefüllten Tüten gut sichtbar, beispielsweise am Straßenrand oder in Sichthöhe in der Randbepflanzung der Gehwege. Wir entsorgen diese gerne für Sie.
Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Freude mit Ihrem vierbeinigen Freund.

Die Mitarbeiter der Stadtreinigung bedanken sich

Schliäßlig zahle s Frauchen un s Herrchen jo Hundestiir. Do kennt mer so e Service eigentlig schu erwarte. Ob so ebbis uf de Tütli drufstoht, hab ich nit rüsgfunde, s het mich ehrlig gsait z arg g’ekelt so e Tütli gnauer z’untersöeche.

Un wiäs de Deifel welle het, hab ich in de Stadt e Mitarbeiter vu de Stadtreinigung gsähne, wiä er grad e prall gfillti Tüte ufgläse het. Des möeß e Hüffe vunere Bulldogge oder vum e Dobermann gsi si. Ich hab der Mann direkt agschwätzt un gfrogt, ob ich mit minere Vermöetung richtig lig, dass mer de Schißhüffe zwar ipacke soll, aber deno de eigentlig Uftrag vum Hundebesitzer erledigt isch. Des isch nit eso, het mich der Mann ufklärt, aber s mache mittlerwil fascht alli so un Friburg sei halt zimlig liberal, het er gmeint. Des het er zimlig diplomatisch üsdruckt, find ich.

Adjee mitenand

sait s Rénate

 

 

Z Friburg in de Stadt . . .

Do hab ich nur druf gwartet. Diä Wuch schlag ich d Zittung uf un si häns wider emol vu de Stadtbutzede gha. Des verfolg ich schu e Wiili un jetz möeß es rüs, sunscht verrißts mi noch.

Jedes Johr diä glich Gschicht. Engaschierti Bürger un Schöelklasse dappe umenander un hole kubikmeterwis Dreck un Abfall üs de Bisch un Bäch. Deno macht de Reporter noch e Foto: Schiäler un Göetmensche, mit de sponsorte oraschfarbige Kappe uf em Kopf, löege frehlig in d Kamera un mach ei Sack am andere mit e Hüffe Gfrääs, wu umenander lit, voll. Hei, möeß des Spaß mache, de Dreck vu andere ufzläse. Des isch in minene Auge s Dimmscht, was mer mache kann. Wurum verfahrt mer do nit eifach nooch em Verursacherprinzip? Wer ebbis uf de Bode wirft, möeß es ufhebe – eigentlig klar – un wer sich nit do dra haltet un verwitscht wird, möeß bleche oder derf zöeneme Art „Workshop“ mit Fachkollege, wu des beröeflich mache, nämlig emol e Wiili bi de Stadtreinigung mitschaffe.
Zöem Verursacherprinzip het sich nejlig ebber in de Presse (ich will jetz keini Nämme sage) g’äußeret. Des het der/diejenigi aber ganz anderschd verstande – s Verursacherprinzip. D Verursacher vu de dreckige Stadt sin nit diä Lit, däne de Abfall üs Versähne rabkait. Na nai, do möeß mer schu eweng um d Ecki denke kenne. D Verursacher sin diä Händler, wu ihri Ware in Verpackunge verkaufe. Also de Beck zöem Beispil. Der verkauft sini Weckli in Guggele. Jetz kanns schu emol bassiäre, dass der s Weggli gli ißisch, wil der e mords Kohldampf hesch un deno? Wuhi mit de Guggele, wenn si leer isch? De negscht Abfalleimer isch ei oder zwei Meter wit wäg. Isch jo klar, dass d Lit s Papierli un d Guggele rabkaie leen.

e wite Wäg

 

„Z‘ Friburg in de Stadt, sufer isch’s un glatt.“ So wiäs de Johann Peter Hebel emol dichtet het, ischs uf de Wäge vu de Stadtreinigung gstande. Der Spruch isch verschwunde, wurum wohl?

Zöe dem Thema fallt mer noch e Liäd ii. Eins wu’s au um dreckigi Gschichte gange isch, s isch um de ehemalig Präsident George Bush gange: „Dear Mr. President, take a walk with me“ het d Pink gsunge. „Liäber Herr Burgermeischter, gehmer mol e Stickli mitenander durch d Stadt?“ kennt doch au basse.

Sin froh, dass ich nit singe kann, sunscht dät ich am End des Liäd noch umschribe.

Adjee mitenand

sait s Rénate

 

Nix goht meh

S isch schtill wore in letschter Zit im Blog. Z verzelle gits noch gnöeg, aber s isch ebbis ganz arg Schlimms bassiärt. Mi Laptop het de Geischt ufgäh, üs heiterem Himmel, eifach eso. Kei Internet, keini E-Mails, keini Fotos, keini Texte, keini Tön. Alles uf de Feschtplatte. E Sicherung gits schu, aber schwätz mol mit ere externe Feschtplatte . . .  „Feschtplatte, dü weisch doch alles . . .“ Deswäge gits jetz nur e glaine Zwischenochricht, ohni Ton. Der gits e ander Mol.

Bisher hab ich denkt, dass s Schlimmscht was einem im Hüshalt bassiäre kann, isch, dass d Spülmaschin oder d Weschmaschine kabütt goht.

Ich weiß noch, wiäs gsi isch. Mir sin üsem Campingurlaub kumme, s isch schu e Wiili her,  mindeschtens fuffzeh Johr. Unser alt un dreckig Golf bis obehi vollgstopft. Wenn der de Deckel ufgmacht hesch, isch alles rüsgrugeltet: Hering mit Dreckschibel dra,  nassi Handtiächer, e Kinderrucksäckli mit einzelne Memorykärtli, e vollkotzt Kuscheltiärli un so wider. Wenn der des ganz Glumbs üsgrümt gha hesch,  ischs ans Wesch sortiäre gange. Diä ganz Wohnung voller Dreckweschhüffe. Nooch der erschte Ladung het d  Maschin schlapp gmacht un zwar bim Iiweiche, nit nooch em erschte Mol Schleudere, des wär jo noch gange.  D Diire hab  ich irgendwänn ufkriägt, leider ischs Abbumpe nimmi gange un s het e mords Wetti gäh. Wu ich diä ufbutzt gha hab, bin ich mit minem Korb voller bätschnasser Wesch zöe de Nochbere. E Tropfspur hab ich hinter mir herzooge. Ich hab jo kei Zuber gha, sondern e Korb mit Lecher. Do hab ich an diä Fraue denke miäße, wu frejer am Fluß  d Wesch gwäscht hän. Bis anne niinzehhundertsibenesechzig het mer des an de Elz gsähne. Diä Fraue hän kei Fitnessstudio brücht, Kraft und Üsdür isch bim Wesch wäsche träniärt wore.

Mir sin bal e Wuch lang um d Weschhüffe rumgloffe, so lang ischs gange, bis diä nej Maschin gliferet wore isch. Wenn ich noch in de Schöel gsi wär, hätt ich kenne e Ufsatz driber schribe: „Mein schönstes Ferienerlebnis“.

Adjee mitenand

saits Rénate

Ich hoff, dass es diä negscht Wuch wider goh kann im Blog. Löege mer mol.

Am Fettnäpfli vorbei

– Ahorche kammer des au, unte isch d Tondatei –

S isch kääb gsi, zimlig kääb. Ich möeß jetz aber vu vorne afange.

Do, wu isch schaff, bi de Flichtlingshilf, in dem Hüs sin noch meh sonigi Verein, Verbänd un Verwaltunge, so soziali halt. Ei Verein im Hüs heißt Kreis für Menschen mit besonderen Fähigkeiten. Wu ich des eso gläse hab, hab ich mer denkt, dass des villicht so e Art Institution isch, so e Gsprächskreis, wu bsunders gscheiti Lit higehn. Mer hets jo immer wider vu de Hochbegabte. Fir mich isch des Büro ganz klar e Genieschmiedi gsi.
Im Treppehüs un im Igang, do wu ich schaff,  isch alles behindertegerecht un s git au e Hüffe Schilder mit Piktogramme, s begegne einem au immer mol wider Lit, wu mer meint, dass si  geischtig oder kerperlig igschränkt sin.

D Kolleginne hän mich deno driber ufklärt, dass mer hitzedag nimmi behindert sait, sondern vu bsundere Fähigkeite spricht. Jetz hab ich zwei un zwei zämme zelle kenne. S git also au e Büro fir Behindertehilf. Denke derf mer des Wort jo noch.

Vorgeschtern, wu ich am Nomittag Dienscht gha hab, hets an de Diire gschellt un s sin zwei Männer dogstande. E eltere un e jingere. Vadder un Sohn, hab ich gli denkt. Beidi hän si e Pferdeschwanz gha. De elter e dinne, graue un de jinger e dicke, kurze, wu obe uf em Hinterkopf g’hockt isch – Hipschter-Dutt sait mer dodezöe.  De Dutt isch keck in d Hechi gstande, wil der jung Mann de Kopf rab hänge loh het. Iberhaupt isch er do gstande wiä e zämmekaite Herdepfelsack.

De elter het deno s Wort ergriffe. Si sin ganz spontan vorbeikumme un wotte sich kurz vorstelle. Ich hab des Mißvertändis gli welle ufkläre un ene de Wäg zöem Büro vum Kreis für Menschen mit besonderen Fähigkeiten zeige welle.

Glickligerwis het mich der nordditsch Turbobabbli nit zöe Wort kumme loh un het gsait. „Guten Tag, Sie sind bestimmt René. Dürfen wir uns vorstellen? Wir sind die männliche Unterstützung in der sozialen Arbeit bei der Flüchtlingshilfe, ich bin der Geert, mit zwei ee und t am Schluß, mein Kollege heißt Timotheus, wie man’s spricht.“

Mir isch s heiß un kalt wore, wu ich mer üsgmolt hab, was bassiärt wär, wenn ich däne de Wäg zöe de Behindertehilf zeigt hätt. S Herz het bumberet, dass ich denkt hab, des siht mer bstimmt un hab verstohle ammer nab glöegt.  Ich hab mich aber zämme grisse un mini beide neje Kollege aagstrahlt: „Wiä ich heiß, wissener jo, vergesse de Accent aber nit uf em e am End, vu links unte nooch rechts obe“,  isch s mer rüsgrutscht.

Si hän mich aglöegt wiä Äutos, wil ich Dialekt gschwätzt hab. Ich hab si nomol herzlig wilkumme gheiße un ene alles zeigt un erklärt – uf hochditsch natirlig.

Adjee mitenand
saits Rénate