S goht ums Iiberläbe – s fallt mer noch ebbis ii

Des mit em Muffin isch nit ganz eifach gsi. Schu wiä d Verkäuferi dem Mann vor mir s Geld abzellt het, hab ich s gwißt. E Deeschili. Hit emol kei Stornokass, sondern e Deeschili. Ich hab e Schokomuffin bstellt, un halt Schokomaffin gsait, so wiä mers halt üsspricht.

Ein Schokomuffi? ischs zruck kumme. Jawoll, wenn s si möeß, au e Schokomuffi. Zöem Oberlehreri spiele hab ich jetz keini Nerve meh gha. Si het schu ganz vorsichtig agfange, mit de Zange rumzgnofere un het versöecht, s „Muffi“ in d Gugele ni z pflimle.
Gän si mers eifach eso, Sie kennes am Papierli aalange, s Papier iß ich nit, obwohl ich mer do mittlerwil nimmi so sicher gsi bin.

Wu ich des „Muffi“ deno g’esse hab – hän diä e Hüffe Backpulver ni – hab ich mer denkt:

Wenn ich doch nur ibers s Elsiss gfahre wär. Dert gits ei Boulangerie an de andere. Un dert gits feini pain au chocolat, millefeulles, wu s d Vanillefillung nüsdruckt wänn der nibißisch, genauso bi de éclairs. Aber diä Säuerei isch es wert. Un d Fruchttertli sin s Bescht. E knuschprige Mirbteigbode, eweng Vanillecreme, e paar Ärbele un e Aprikosglasür. Nit  wiä bi unsere Bäckereikette: e viäreckigs Blech mit eme undefinierbare Bode üsglaijt, e Dämmmassse druf, wu üssiht un au schmeckt wiä Rasierschüm, e baar ghäcksleti Ärbele druf un dass alles scheen hebt, Torteguss wiä Betong driber.

Am Beschte, der bachsch sälwer.

Adjee mitenand

saits Rénate