Blogs50plus in Köln

S git jo no meh elteri Lit, wu blogge. Des isch eso, des weiß ich gnau. Aber s kunnt  vor, dass ich als eweng schäps aglöegt wir, wänn ich sag, dass ich e Blog schrib. Un wänn ich deno noch sag, dass der Blog in Dialekt gschribe isch, heersch s richtig rattere, was in de Hirner vor sich goht: alemannisch, Heimet, Gedichtli, Reimli vu Bächli un Bliämli, wißhorigi Lit, wu enander in ere Bürestube ihri Gschichtli vorläse üsere Zit, wu mer noch kei Bulldog gha het, sondern Resser vor der Pflueg gspannt het . . .
Un wänn ich des deno in dene ihre Gsichter lis, mein ich immer, mich erkläre z miäße, fascht schu rechtfertige z miäße, erschtens, dass ich in minem gsegnete Alter noch e Blog schrib un deno noch uf alemannisch.

Deswäge hab ich mich bi blogs50plus gmeldet, des isch e Sammelsitte mit lütter Blogs vu Lit wu elter sin wiä fuffzig.

Un des Frejohr isch in Köln e Treffe gsi, wu ich hi gfahre bin. Bahn un Hotel hab ich böecht un deno ab nooch Kölle. D Iifahrt in de Bahnhof bi mittelschlechtem Wetter isch, ja wiä soll ich sage, nit grad . . .  (ich weiß nit wiä ich sage soll, löege halt eifach) gsi.

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Des Treffe vu dänne eltere Bloggerinne isch inere echt kölsche Wirtschaft gsi, so einere, wu der de Bierdeckel uf s Glas lege  möesch, wänn der kei Durscht meh hesch, sunscht kriägsch automatisch ei Gläsli Kölsch am andere higstellt.  Ich hab jetz extra Gläsli gsait, wil 0,2  un nur dreiviertel voll, wirklig nur e göete Schluck isch.

So hab ich anderi Bloggerinne kenne gleert. Männer hätte au kumme derfe, sin aber nit. Säll isch nit schlimm gsi. Mir hän si nit gfählt. Nix gege d Männer, aber wänn si in de Minderheit sin, kenne si als schu eweng astrengend si. So e Fraueobend het au ebbis fir sich gha.

Am Afang isch s ehrlig gsait nit eso eifach gsi, wänn der keiner kennsch. Üsem Südweschte bin ich diä einzig gsi, eini üs em Bayrische isch au noch do gsi, diä andere ender üs de Gegend um  Köln rum un vu wider obe bis ganz, ganz obe.

Mer het eweng so glöegt, wer iber was schribt. Reiseblogs hets gäh, Modiblogs mit Styling-Tipps, Jeder-Daag-Blogs, Food-Blogs un was einem halt eso durch de Kopf goht, so ähnlig wiä miner Blog. Un irgendwiä hab ich mich bi dem Treffe nit geniert s’zage,  dass  ich in Dialekt schrib, nit wiä deheim. Un schu elai dodefir het sich s glohnt nach Köln z fahre.

Aber de Wunderfitzgigl het mer kei Röeh glo  un ich hab am Schluß, wu d Rundi schu eweng glainer wore isch, gfrogt, ob ich ebbis vorläse kennt, wil ich eifach wisse welle hab, ob mer mich au wu andersch verstoht. Nochdem ich e Beitrag üsem Blog vorgläse hab, hän si gmeint, dass ich des unbedingt in YouTube stelle miäßt. Au des no!

S het e Wiili brücht, mit de Produktion vum Video. De Produzent stoht vil hinterm Herd, aber wänn er schu nit de Keller ufrümt, kann er in sinere freie Zit wenigschtens e Video zämme schnide un des isch minem Mann sini Ufgab gsi.
Do isch s Ergebnis vum Eheprojekt: S Rénate isch in Rente

Aber Köln isch  schu astrengend gsi. Nooch em Treffe het mich s Taxi vergesse un ich bin bal e halbi Stund uf de Stroß rumgstande, bis de Ersatz kumme isch. D Nacht im Hotel isch rumgange, meh sag ich nit dezöe. Un am Samschtig Morge bin ich schu kurz noch de Nine in de Stadt gsi. Bim Zug böeche hab ich mer denkt: Nimmsch einer am Nomiddag, deno kannsch der noch e scheene Daag in Köln mache. Des isch bigott e langi Zit gsi.

Am zwei hämmer d Fiäß schu eso weh döe, dass ich an de Rhin gschlurbt bin, mich ufs Miirli ghockt hab un Baukletzli gstüünt hab.

Am drei bin ich zöem Bahnhof zruck,  obwohl de Zug erscht am fimfi gfahre  isch.

Do hab ich d Bloggerin üsem Bayrische troffe, dere isch s genauso gange wiä mir un so hämmer uns d Wartezit mitenander vertribe.

Mit durchdappte Fiäß bin ich am Samschtig Obend deheim akumme. Am Sundig isch s zwanzig Kilometer durch de Kaiserstöehl gange, mit de Fiäß natirlig un am Mändig hab ich nit meh gmacht. Mir hets glangt!

Adjee mitenand

saits Rénate

Diesen Beitrag hören:

 

Dieser Beitrag wurde unter d Litt um eim rum, Säll un des, unterwägs veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten zu Blogs50plus in Köln

  1. Pingback: Ein Blick zurück – 2017#25 – Different Affairs

    • renatesblogweb schreibt:

      Liebi Anke, des isch doch scheen, dass der iber mi Blog lache kannsch. Un was dir alles ifallt zöe dinem jetzige Lääbe: getan, gelesen, gemacht usw.
      Zöe minem fallt mit nur ii: gschwitzt, gschwitzt un nomol gschwitzt.
      E scheene Sunndig noch!
      Rénate
      Übersetzung gewünscht?

      Gefällt mir

  2. s'Irmis schreibt:

    Liebi Rénate, also ich finds göät, dass dü der Blog schribsch. Uff Alemannisch. Unn dass mar dich äu noch heere kann. Des isch fir mich m Allgäu ä wenig wie Heimet. Un Heimet isch joh nit nur, wenn sich alti Lit Gschichlti vu frehjer verzelle. Also: nit nur! Aber wu ich vor ä paar Johr s’erscht mol vum Blogge ghehrt hab un nit gwißt hab, was des isch hab ich halt ans Blogge üs minere Kindheit denkt. Do het mar mit eneme Blogger, ä arg schwers Ding, de vorher gwaxt Holzbode „bloggt“. Dass des Ding, wu ä wenig üssih wieä ä Schtrupfer, nur dass mar ä weiche Lumpe drumwicklet, noch schwerer wird, hab ich mich druffstelle derfe, unn de Obba het gschobe unn gschwitzt! Aber jetz hab ich kei Zit meh zum Blogge am Kompjuter – ich möäs Hansedriwili zupfe, deä wäre jo alli uff eimol zittig unn deno möäs ich noch de Rase maje. Aber zum Glick möäs ich de Bode neä meh blogge! Mach’s göät, bis zum nexschte Blog,
    s’Irmis

    Gefällt mir

    • renatesblogweb schreibt:

      Liebi Irmis,

      bi däre Hitz Hansetribili zupfe un Rase maije! Ich hab nejlig au Hansetribili zupft in de Mittagshitz. Mir hets in fimf Minüte s Gnick verbrennt. Aber im Allgäu isch s jo immer eweng kelter. Hoffentlig hesch wenischtens kei Rasemaijer ohni Motor. So einer hän mir deheim gha, ich hab immer nur de Rase abknickt kriägt. Deno hän mini Briäder de Rase maije miäße.
      Schaff scheen.
      Rénate

      Gefällt mir

  3. s'Irmis schreibt:

    Liebi Rénate,
    de Rase isch gmajit, selbscht mir im Allgäu hänn schu Schtrom, so dass ich elektrisch maije hab kenne. Aber deno, so noch ere Schtund, hab ich keini Reserve meh kha zum Hansedribili zupfe, des möäs ich halt morn in allere Herrgottsfreiji mache, wenn ich üs em Nescht kumm.
    E Scheene, keähle Obe winsch ich dir. Ich gang jetz in d’Halle zur Gümnaschtik. Do möäs mar schu e weng e Schuss ha, bi dene Temperature, aber villicht git’s Hitzefrei?
    s’Irmis

    Gefällt mir

  4. s'Irmis schreibt:

    … s’het tatsächlich Hitzefrei gäh – jedenfalls isch gar neäme kumme …

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s